Initiativgruppe

GeoPark Westerwald-Lahn-Taunus

Land und Kreis wollen Geopark vorantreiben

(Nassauische Neue Presse, 17. Mai 2006)

Limburg-Weilburg. «Die Idee von einem Geo-Park Westerwald-Lahn-Taunus» muss nun zügig die Diskussionsebene verlassen und Gestalt annehmen. Nur so kann er den Menschen in der Region näher gebracht werden», sagt Landrat Dr. Manfred Fluck (SPD) . Unter Leitung von Eckart Mascus vom Amt für den ländlichen Raum in Limburg arbeiten die Mitglieder aus verschiedenen Bundesländern und Landkreisen deshalb derzeit an einer Informationsschrift über einen Geopark, der mehrere Landkreise und Bundesländer übergreifen könnte, wie es in einer Mitteilung heißt.

In einem Gespräch konnten Mitglieder der Arbeitsgruppe dem Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Karl-Winfried Seif, den Stand der Arbeit an dem geplanten Projekt vorstellen. Staatssekretär Seif, selbst von der Idee eines Geoparks in dieser Region überzeugt, hatte anlässlich der Bürgermeisterdienstversammlung im Frühjahr 2005 seine Ideen für einen Geopark in der heimischen Region vorgetragen und ist mit den Initiatoren einer Meinung, dass nun die Information und verstärkte Einbeziehung der Verantwortlichen vor Ort, seien es Landräte, Bürgermeister, Touristiker, Vereine an erster Stelle stehen muss.

Dies soll anhand eines Fragen- und Antwortkatalogs geschehen: Was ist eigentlich ein Geopark? Was haben die Städte und Gemeinde davon? Wie kann man einen Geopark erleben? Wie kann man ihn organisieren und finanzieren? – so lauten die Fragen. Dabei müssten vor allem die zahlreichen Vorteile eines Geopark für die Mitgliedsregionen klargemacht werden. Sie liegen laut Mitteilung auf der Hand: Förderung der regionalen Wirtschaft durch nachhaltige touristische Entwicklung, bundesweite Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Region, Synergieeffekte mit bereits bestehenden Aktivitäten wie Boots-, Wander-, Reit- und Radtourismus, um nur einige wenige zu nennen. Wesentlich sei es, dass sich der Zweck eines Geoparks nicht auf Geotope im engeren Sinne reduziere oder seine Struktur rein wissenschaftlich organisiert sei. In ihm sollen sich alle Bereiche der Region, Natur, Kultur und regionale Wirtschaft so bündeln, dass die gewachsene Identität der Landschaft erfahrbar wird. Und hier hätten alle Teile des geplanten Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus eine Fülle zu bieten: Vulkanismus, Eis- und Steinzeit, Kelten und Römer, Feuer, Wasser und Wind . Dazu gehören auch kulturelle Veranstaltungen, Gastronomie und Freizeitmöglichkeiten.

Von oben verordnet werden könne ein Geopark nicht. Da sind sich die Verantwortlichen auf Landes- und Kreisebene einig. Die Initiative müsse von den Menschen getragen werden, meint auch Seif. Ein Anschub für die gute Sache sei erforderlich und wurde vom Land Hessen und vom Landkreis Limburg-Weilburg auch bereits zugesagt. Im Herbst soll eine Kette koordinierter Veranstaltungen für den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus initiiert werden. (nnp)

Basaltsäulen an der Dornburg bei Frickhofen

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01.02.2013